Johann IV. von Wartenberg

Er war der Sohn des Johann Gast von Wartenberg, von dem er die Herrschaften Tetschen und Schreckenstein (Střekov) mit Schwaden (Svádov) und Warta (Varta) erbte. Schreckenstein, Schwaden und Warta verlor er nach 1400.

Im Jahr 1396 wurde er zum Landvogt der branderburgischen Neumark an der unteren Oder und zum Pfandhalter der Stadt Küstrin. Als königlicher Hauptmann in Pirna hielt er die Burg sowie die Stadt als Pfand. Im Jahr 1404 ließ der böhmische König Wenzel Pirna dem Meißner Markgrafen Wilhelm eintragen. Zu einer Rückzahlung, die die Wartenberger vertraglich gesichert hatten, ist es nie gekommen und die Pirnaer Region blieb im Besitz der sächsischen Wettiner. Johann von Wartenberg heiratete Margareta von Dohna, die Tochter Heinrichs des Burggrafen von Dohna und auf Grafenstein (Grabštejn). In Böhmen wird Johann im Jahr 1409 das letztemal urkundlich erwähnt. Eine weitere Erwähnung, die sich höchstwahrscheinlich auf diesen Johann bezieht, gibt es im Jahr 1410, wo er zusammen mit vielen anderen Adeligen aus Nordböhmen und Sachsen auf der Seite des Deutschen Ritterordens im Konflikt mit Polen auftrat. Nach der Schlacht bei Grunwald 1410 gibt es keine weiteren Nachrichten über ihn. Sein Sohn Sigismund (I.) und auch der zweite Sohn Johann (V.) von Wartenberg genannt „Blankstein“ waren außerordentliche Persönlichkeiten aus dem Geschlecht der Tetschener Herren von Wartenberg. Seine Tochter Katharina heiratete in der Neumark den Grafen Ulrich von der Osten. Vermutlich eine andere Katharina, die Tochter des Johann von Wartenberg auf Blankenstein, wurde in die Adelsfamilie von Kolowrat verheiratet.