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Sperlingstein

Eine kleine Burgruine auf einem markanten Schlot, der über dem Elbetal und dem Reichenbachtal (Rychnovský potok) ragt. Archäologische Funde weisen darauf hin, dass der Ort, wo später die Burg Sperlingstein gegründet wurde, schon im frühen Mittelalter besiedelt worden war. Was für einen Bau sich hier befand und wozu er diente, ist jedoch nicht bekannt. Zu einer tiefgreifenden Wende in der Geschichte des Ortes kam es 1404. In diesem Jahr baute hier der neureiche Kleinadelige Johann von Tichlowitz eine Burg auf, die seine wachsende gesellschaftliche Stellung entsprechend veranschaulichen sollte. Das ursprüngliche Herrschaftszentrum, die Feste in Tichlowitz/Těchlovice, ließ Johann durch die von weitem sichtbare Burg ersetzen. Lange konnte er sie jedoch nicht genießen. Dem ökonomischen und gesellschaftlichen Aufstieg folgte ein steiler Sturz. Acht Jahre später wurde er – offenbar in einer finanziellen Notlage – gezwungen, die Burg zu verkaufen. In den nachfolgenden Jahren wechselten die Burgbesitzer mehrmals. Zu einem schicksalhaften Ereignis in der Geschichte der Burg wurde der Feldzug des Oberlausitzer Sechsstädtebundes gegen die Tetschener Wartenberger im Jahr 1444. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurde sie damals erobert und niedergebrannt. Die Wartenberger, die auf der unvergleichbar größeren Burg in Tetschen/Děčín siedelten, hatten für einen Wiederaufbau oder die weitere Erhaltung der kleinen und engen Burg, die sich dazu noch militärisch nicht bewährte, gar keinen Grund mehr.

Sperlingstein
Sperlingstein
Sperlingstein

Ort

50° 42' 39.3984" N, 14° 12' 41.8716" E