Javascript is required to view this map.

Warta

Überreste einer kleinen Burg im Waldschnitzbachtal nahe des Dorfes Waldschnitz /Olešnice.

Die Burg wurde in zwei Zeithorizonten besiedelt. Die erste Besiedlung, die in den Zeitraum von der 2. Hälfte des 13. bis zum Anfang des 14. Jahrhunderts fällt, ist lediglich anhand von archäologischen Funden nachweisbar. Warum es zum zeitweiligen Verlassen der Burg im 14. Jahrhundert kam, ist nicht genau bekannt. Man kann nicht ausschließen, dass ihre Aufgabe von der damals neu aufgebauten Burg über dem unweit gelegenen Dorf Großpriesen/Velké Březno, heute das Wüste Schloss genannt, übernommen wurde. Der zweite Horizont der Besiedlung auf Warta beginnt irgendwann vor 1378, da die Burg in diesem Jahr zum ersten Mal in den schriftlichen Quellen belegt wird. Sie diente als Sitz und Herrschaftszentrum des Adelgeschlechts der Škopeks von Dauba. Nach 1400 kam es zu einer komplizierten Lage hinsichtlich der Eigentumsverhältnisse. Während einer kurzen Zeitperiode wechselten sich hier mehrere Besitzer ab, die um die Burg stritten. Diese Verhältnisse dauerten mindestens bis 1415 an, wo der Herr auf Tetschen/Děčín, Sigismund von Wartenberg, zum Burgbesitzer wurde. Die vom Gesichtspunkt der Verteidigung sehr ungünstig gelegene Burg ging in den unruhigen Zeiten der hussitischen Revolution oder während der nachfolgenden Grenzgebietskriege im Laufe der 20er bis 40er Jahren des 15. Jahrhunderts unter. Die Herrschaftsbesitzer siedelten zuerst auf der geräumigeren Burg in Tetschen und später, in den 60er Jahren des 15. Jahrhunderts, wurde ein neuer Sitz direkt im Dorf Großpriesen erbaut.

Warta
Warta
Warta
Warta

Ort

50° 39' 31.4604" N, 14° 7' 13.8792" E