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Wüstes Schloss bei Großpriesen

Überreste einer kleinen Burg unbekannten Namens auf einem der Kämme, die vom Bergmassiv des Falkenkamms (Sokolí hřeben) Richtung Elbe herablaufen.

Die Erkenntnis der geschichtlichen Schicksale der Burg wird durch die Tatsache erschwert, dass man den ursprünglichen Namen bisher nicht sicher feststellen konnte (der Ortsname des Kamms, auf dem die Burg liegt, lautet „Ploschkenkamm“, es wurde auch der Name „Wražen“ überliefert). Anhand der archäologischen Funde steht fest, dass sie etwa zwischen dem Ende des 13. Jh. und den 80er Jahren des 14. Jh. besiedelt wurde. Die Zeitspanne ihrer Existenz stimmt also ungefähr mit dem Zeitraum überein, in dem die 3 km entfernte Burg Warta verlassen wurde. Es bietet sich also indirekt der Gedanke an, dass die Ursache ihrer Gründung darin liegen könnte, die Funktion der damals schon nicht mehr bewohnten Burg Warta zu übernehmen. Ein umgekehrtes Gedankenkonstrukt kann man auch bei der Erklärung des Untergangs dieser Burg benutzen, da zu diesem Zeitpunkt Warta wieder belebt wurde. Ob die Gründe für diese Übersiedlungen bestimmte historische Ereignisse (z.B. Brand, Eroberung) oder vielleicht Veränderungen in der Besitztumsentwicklung sein konnten, ist nicht bekannt. Als sicher gilt nur, dass sich am Ende des 14. Jahrhunderts bei Großpriesen auf der Herrschaft der Burg Warta eine nicht mehr bewohnte Burg befand. Seine Besitzer waren zu dieser Zeit die Škopeks von Dauba, während etwas früher, in den 60er Jahren des 14. Jahrhunderts, ein Teil dieser Herrschaft den Herren von Wartenberg gehörte.

Ort

50° 39' 38.2176" N, 14° 10' 2.586" E